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Kunde

miunske GmbH

Standort

Großpostwitz

Branche

Systemhaus und Handel

Produkte

Relais, Schalter, Leuchten, Stecker und Steckverbinder für Nutzfahrzeugelektronik

Mitarbeiter

50

Webseite

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Formica unterstützt bei Internationalisierung und neuem Lagersystem

Mit Formica begleitet BLP Software seit 2005 das Systemhaus für Nutzfahrzeugelektronik Miunske, das sich von einem reinen nationalen Handelsunternehmen zu einem weltweiten Lieferanten für eigenentwickelte und fremdbezogene elektronische Fahrzeugkomponenten entwickelt hat. Dabei erfüllte BLP viele Sonderanforderungen wie die Berücksichtigung der Entnahme von chargenbasierten Mengen nebst der Verbuchung mit Barcodescannern und der dynamischen Lagerhaltung.

BLP-Software im Einsatz bei
Fahrzeugtechnik Miunske GmbH

 

Das Projekt im Überblick

Vorhandene Systemlandschaft

- Windows Server 2008, teilweise virtualisiert auf ESX-Basis
- Windows-7- und Windows-XP-Clients
- Windows-Terminalserver-2008-Clients

Wichtigste Herausforderungen

- Berücksichtigung von Bestimmungen für den internationalen Handel
- Statische durch dynamische Lagerhaltung ersetzen
- Einfluss auf die Entwicklung des Gesamtsystems

Ziele des Projekts

- ERP-Lösung sollte sich der neuen Betriebssituation anpassen
- Effiziente und gekoppelte Arbeitsabläufe in der Lagerverwaltung und der Administration
- Transparenz im kaufmännischen Bereich sowie im Auftrags- und Bestellwesen schaffen

Angewandte BLP Software

- Formica ERP SQL
- Formica ToDo

Entscheidung für Formica ERP

- Tiefgreifende Programmanpassungen an spezifische Unternehmenssituation möglich
- Keine Lizenzkosten für Datenbank- und weitere Applikationssoftware
- BLP ist angenehmer, zuverlässiger und produktiver Partner auf Augenhöhe

Highlights der Implementierung

- Interessanter Entscheidungsweg für Formica SQL und Formica ToDo
- Anbindung der Buchhaltungssoftware Varial
- Lösung für die dynamische Lagerung und die Entnahme von chargenbasierten Mengen nebst der Verbuchung mit Barcodescannern

Hauptnutzung für das Unternehmen

- Körperliche Entlastung der Lagermitarbeiter durch dynamische Lagerhaltung
- Keine Leerflächen - Lagerfläche wird optimal ausgenutzt
- Produktivitätserhöhung um 25 Prozent im Lager
- Schnellere Geschäftsabläufe im gesamten Unternehmen

Vom sächsischen Großpostwitz aus verschickt Miunske pro Tag im Schnitt 60 bis 80 Sendungen mit beispielsweise Relais, Schalter, Steckverbinder und Leuchten für Nutzfahrzeuge an Kunden in 30 Ländern auf fünf Kontinenten. »Das bis heute anhaltende Unternehmenswachstum machte 2005 ein neues Warenwirtschaftssystem erforderlich, da die damals bestehende Lösung nicht mehr zu unserer Betriebssituation passte«, berichtet Stephan Kirstein, Leiter Entwicklung und Technik von Miunske. »Wir benötigten ein System, das den Handel inner- und außerhalb der EU unterstützt und beispielsweise die Zollbestimmungen berücksichtigt.«

Gefunden hat Miunske das gesuchte System schließlich in Formica SQL – allerdings auf einigen Umwegen. Anfang 2005 wurde die Implementierung einer bereits gewählten ERP-Software wieder abgebrochen, als sich herausstellte, dass sie bestimmte Funktionen wie die Provisionserfassung nicht wie gewünscht erledigte. Im Anschluss zog Miunske ein Dresdener Systemhaus hinzu, mit dem das Thema genauer betrachtet und ein Pflichtenheft erstellt wurde. Eine Lösung, die das Systemhaus selbst entwickelt hat, schied nach einiger Zeit ebenfalls aus. Unter den weiterhin in Frage kommenden Lösungen befanden sich noch Navision von Microsoft und ein SAP-System für kleine und mittelständische Unternehmen. Neben Kosten- und Funktionsgründen missfiel Kirstein in beiden Fällen die Art und Größe der Anbieterunternehmen, da er ein größenmäßig ähnliches Unternehmen präferierte: »Wir suchten einen Anbieter auf Augenhöhe, der individuell berät, und bei dem wir auch einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung des Gesamtsystems nehmen können.«

DIE LAGERSYSTEMATIK MUSSTE SICH ÄNDERN

Durch das Unternehmenswachstum kristallisierte sich immer mehr heraus, dass einhergehend mit der IT-Unterstützung die gesamte Lagerverwaltung geändert werden musste. Das Lager stieß an seine Grenzen und wäre bald nicht mehr ökonomisch zu verwalten gewesen. Zum einen verursachte die statische Lagerfläche viel Leerraum, zum anderen wären die Laufwege bei einem Ausbau in der gleichen Systematik weder wirtschaftlich noch körperlich weiterhin vertretbar gewesen. »Unsere Mitarbeiter hätten täglich kilometerlange Laufwege mit zum Teil schweren Lagerteilen aus höheren Lagerflächen bewältigen müssen«, erinnert sich Kirstein. Um dies zu umgehen, entschied sich Miunske für eine dynamische beziehungsweise chaotische Lagerhaltung. Dabei werden alle Güter nach der Entnahmehäufigkeit, ihrem Gewicht und den Außenabmessungen sortiert. Artikelnummern oder Art und Verwandtschaft von Gegenständen spielen bei dieser Systematik keine Rolle. Im Vordergrund steht die Optimierung der Lagerfläche und der Laufwege. Um den Überblick zu behalten, ist innerhalb des ERP-Systems ein Lagerverwaltungssystem nötig, dass alle vorhandenen Artikel mit ihren Lagerplätzen erfasst.

Für die Umsetzung hatten wir uns eigentlich final für einen mittelständischen Anbieter entschieden, doch dann kam BLP ins Spiel, berichtet Kirstein. Ein ausschlaggebender Grund, weshalb Miunske quasi in letzter Minute doch noch zu BLP Software und Formica umschwenkte, waren die Kosten, die für Datenbanklizenzen fällig gewesen wären. Viele ERP-Lösungen setzen auf Microsoft SQL auf, für das zusätzliche Lizenzkosten anfallen. BLP verwendet jedoch eine Open-Source-Datenbank, die keine Lizenzkosten verursacht. Außerdem entpuppte sich die Zusammenarbeit mit BLP laut Kirstein schnell als sehr angenehm und produktiv: »Beispielsweise kamen und kommen immer wieder eigene Vorschläge von BLP, um neue Herausforderungen in unserem Unternehmen technisch und organisatorisch zu lösen.« Da bei BLP Software nun das Gesamtpaket – funktionelle Anforderungen, Art und Größe des Anbieters, Preis-Leistungsverhältnis – ideal passte, fiel die endgültige Wahl auf Formica SQL.

PROBLEMLOSE ÜBERNAHME DER ALTDATEN

Nachdem die Miunske-Mitarbeiter die Stammdaten nachgepflegt und aktualisiert hatten, übernahm im Dezember 2005 ein BLP-Experte im Betrieb vor Ort die Stammdaten aus dem Altsystem in Formica und installierte ein Test-Mandat. Innerhalb einer Woche schulte BLP 18 Miunske-Angestellte, die anfangs mit Formica arbeiteten. Heute sind es über 30 Mitarbeiter, die Formica komplett als alleiniges System für Handel und Fertigung nutzen.

Da in der letzten Dezemberwoche saisonbedingt wenige Auslieferungen anfallen, begann nach einer erneuten Aktualisierung der Daten der Echtbetrieb. Der offizielle Startschuss fiel zum ersten Januar 2006. »Die Inbetriebnahme verlief problemlos. Es mussten lediglich kundenspezifische Beleg- und Formularanpassungen sowie kleine Datenkorrekturen vorgenommen werden«, resümiert Kirstein.

Die dynamische Lagerhaltung unterstützt Formica von Beginn an, so dass häufige Gehwege von 400 bis 500 Metern in dem Lager mit 25 Gängen, die alle zehn bis zwölf Regale mit jeweils fünf Fächern enthalten, vermieden werden. Die Mitarbeiter erhalten aus Formica Kommissionsetikette, die anzeigen, wo sie Waren aus welcher Charge entnehmen müssen. Formica unterstützt das First-in-first-out-Prinzip, um Waren, die am längsten lagern, zuerst zu entnehmen. Damit die Lagerhaltung korrekt ist, müssen Mitarbeiter die Bestandszahlen korrigieren, sozusagen eine ständige Inventur durchführen. Besonders häufig kommen die Korrekturen bei Schüttgut vor, bei dem es sich um preiswerte Artikel handelt. Um eventuellen Reklamationen vorzubeugen, nehmen die Lieferanten Überlieferungen vor, bei denen automatisch mehr Artikel als bestellt gesendet werden.

Im kaufmännischen Bereich setzt das Großpostwitzer Systemhaus ebenfalls auf Formica, an das die Buchhaltungssoftware Varial angebunden ist. Die Erstellung und Verbuchung aller Rechnungen erfolgt in Formica, das hier zusätzliche Kontrollfunktionen bietet. Um beispielsweise bei Zahlungsverzügen von Kunden aktuelle Lieferungen zurückhalten zu können, zeigt Formica genau an, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt offene Zahlungen ausstehen. Im Vergleich zu früher sieht Kirstein zahlreiche Verbesserungen durch Formica, das sich in der Benutzung deutlich von der Vorgängerversion unterscheidet: »Heute findet eine Datensatzbearbeitung statt, während zuvor mehr Freiheiten herrschten, aber auch mehr Fehler zugelassen wurden.« Kirstein freut sich vor allem, dass es keine Probleme mehr beim gleichzeitigen Zugriff mehrerer Anwender auf die Software gibt, und die Benutzersteuerung erlaubt, unterschiedliche Mitarbeiter mit verschiedenen Zugriffsrechten für bestimmte Themen zu versehen.

FORMICA TODO ÜBERZEUGT AM ENDE AUCH

Seit einigen Wochen ist Miunske auch im Bereich der Kommunikationssoftware auf Formica To Do umgestiegen, wodurch die Kontaktdaten nicht mehr doppelt gehalten werden müssen. »Da eine große Mitarbeiteranzahl im selben Bereich arbeitet, ist es nun von Vorteil, dass jeder die gesamte Kommunikation, eine Bestellung oder anderen Vorgang betreffend, chronologisch angezeigt bekommt. Zuvor hatten einzelne Mitarbeiter bestimmte Informationen in ihrem Postfach, auf die andere Mitarbeiter keinen Zugriff hatten«, beschreibt Kirstein.

Als großes Plus sieht er außerdem die einfache Administration der Formica-Software. So lässt sich die Software sehr leicht an neuen Arbeitsplätzen einrichten und einfach updaten. »Meine Erfahrung hat gezeigt, dass gerade die einfache Update-Fähigkeit keine Selbstverständlichkeit bei anderen Systemen ist, wenn wie in unserem Fall tiefgreifende Anpassungen der Software erfolgt sind«, meint Kirstein, der Formica als eine überaus ausgereifte Lösung betrachtet und allein durch deren softwaregestützte Lagerhaltung die Produktivität im Lager um ein Viertel erhöht hat.